Institut für Strukturelle Körpertherapie® |
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MissionErwachen Sie zu Ihrem ursprünglichen Gesicht ! In Anlehnung an ein wunderschönes Buch, dass ich gelesen und empfehlen kann: ZEN – Erwachen zum ursprünglichen Gesicht, möchte ich Sie lieber Leser einladen "Ihr ursprüngliches Gesicht" zu entdecken. Es würde mich freuen, wenn dabei die Methode der SKT® -Strukturellen Körpertherapie, Ihnen wichtige Impulse liefern könnte. Ein Bild der Strukturellen Körpertherapie (SKT) zu entwerfen hat etwas zu tun mit der Erforschung des geistigen Grundes auf dem die SKT steht. Zwangsläufig und mit viel Wertschätzung muss hier die Begründerin der Strukturellen Integration, Dr.Ida Rolf genannt werden. Ich habe leider Dr. Ida Rolf nie persönlich erlebt. Meine Rolfinglehrer wurden Emmett Hutchins und Peter Melchior. Beide waren nicht nur die "ersten" von Ida Rolf ausgewählten Rolfer und Ausbilder, sondern sie prägten nach Idas Tod auch wesentlich das Bild der Rolfing-Methode. Bis 1989 war Emmett Präsident des Rolfinginstituts, dann beschloss er und seine nächsten Freunde, die Guild for Structural Integration zu gründen. Emmett sagte mir einmal in einem Gespräch, dass das Rolfinginstitut sich zu sehr um "wissenschaftliche" Anerkennung bemüht hatte und dabei die "spirituellen" Wurzeln der Arbeit und den Geist von Ida Rolf verlassen hatten. In unserer täglichen Praxis als SKT Therapeuten ist es sinnvoll, nicht nur nach den Spuren des Dramas und ihrer Inszenierung zu suchen, sondern gerade jenen Teil genau zu beobachten, der sich trotz aller Abgründe aufrichtet ! Anstatt zu fragen was uns limitiert, fragen wir danach, was uns aufrichtet. In der deutschen Sprache gibt es viele Ausdrücke für den "Weltschmerz", aber nicht sehr viele Ausdrücke für das Glück. Im Sanskrit, der Sprache des alten Indiens, gibt es etwa ein gutes Dutzend Worte für die verschiedenen Weisen, Glück zu empfinden. Das Glück, dass eine angenehme Empfindung bereitet wird "sukha" genannt, für die Befriedigung, nachdem man etwas vollbracht hat "krtarthata", für freudige Glückseligkeit "ananda", für das angenehme Körpergefühl nach einer Yogaübung "sampad", und es gibt sogar ein Wort für das erregende Glück nach einem erschreckenden Anblick der Gottheit "harsa". Für mich hat Aufrichtung viel zu tun mit der Hinwendung zu unseren Möglichkeiten – auch mit der Erforschung des Glücks. Pat Ogden, eine wichtige Lehrerin und Mitbegründerin der Hakomi – Methode hat es folgendermaßen ausgedrückt: " Wir alle besitzen sowohl Kernüberzeugungen, die uns limitieren (sog. limiting beliefs), aber auch einen "expansive core" – ein Grundvertrauen in unsere Selbstorganisation". Kehren wir zurück zu dem anfangs erwähnten Zennbuches von AMA Samy, der ein Jesuitenpater und Zenlehrer in Südindien ist. Das Buch ist eine Sammlung von Teishos. Teishos sind Lehrvorträge, die einen besonderen Anspruch haben. Ein Teisho ist nicht einfach nur eine Ausführung über bestimmtes objektives Wissen, sondern es ist eine Begegnung von Herz zu Herz. Nur hier und in diesem Zustand, auch Dharma genannt, offenbart sich das ursprüngliche Gesicht. Diese Einheitserfahrung lässt uns eine Tiefe berühren, in der wir inmitten einer Welt voller Hoffnung + Ohnmacht, für kurze oder aber auch längere Zeit "aufwachen". Hier-und-Jetzt und nicht erst, nachdem wir alle Konflikte und Lebensprobleme gelöst haben. Die SKT – eine Kunst der richtigen Lebenshaltung Vergleichen wir dies mit der Strukturellen Körpertherapie und ihren geistigen Wurzeln, so haben beide Ansätze durchaus das gleiche Anliegen. Als Therapeuten der SKT sind wir in erster Linie "Aufrichtungsprofis" und Begleiter bei der "persönlichen" Wahrheitsfindung unserer Klienten. Dem liegt zugrunde, dass die Aufrichtung nicht nur ein körperlicher Prozess ist, sondern wir befinden uns gleichzeitig auf einer Reise zu uns selbst. Fragen nach den wirklichen Wurzeln und der eigentlichen Bestimmung, treten dann immer mehr in den Mittelpunkt unseres Interesses. Als Wegbereiter geht es uns nicht um schnelle Lösungen oder um die Abschaffung von Symptomen. Krankheit und ihre Symptome sind oft Ausgangspunkte zu einer nicht immer freiwilligen Reise zu uns selbst. In unserem christlichen Kulturkreis sind wir geprägt von einem Weltbild, dass dem heutigen Bedürfnis nach Mystik wenig Raum lässt. Aber gerade die Sehnsucht nach "Mystische Spiritualität" (Willigis Jäger, Benediktinermönch hat hierzu ein schönes Buch geschrieben: "Die Welle ist das Meer" ) entsteht dort besonders stark, wo die kirchlichen Vorstellungen ihre Unmittelbarkeit verlieren. Und wo können wir Unmittelbarkeit besser erfahren als über unseren Körper? Mystik ist nichts anderes als das Loslassen tiefer Kernüberzeugungen über uns. Das Freiwerden alter Glaubenssysteme ist die Voraussetzung für die Realisation der Wirklichkeit. Sie ist ein Sprung in eine transpersonale Bewusstseinsebene, da wir unsere alte Persönlichkeit hinter uns lassen. Nicht jeder unserer Klienten steht unmittelbar an so einem Wendepunkt im Leben – aber als "Wegbegleiter" schadet es nicht, wenn wir darauf vorbereitet sind. Mit herzlichen Grüssen |
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