Institut für Strukturelle Körpertherapie®
Die Kunst der Aufrichtung

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Was ist ein Trauma?

Traumatherapie und Psychotrauma werden in den Medien und in der Literatur oft gleichbedeutend behandelt. Die Psychotraumatologie ist ein eigenständiger Zweig der Psychotherapie. Sie befasst sich mit der Erforschung und Behandlung seelischer Verwundungen (Traumata). Ein Psychotrauma ist eine seelische Wunde, die auf einzelne oder mehrere Ereignisse zurückgeht, bei denen im Zustand von extremer Angst und Hilflosigkeit die Verarbeitungsmöglichkeiten des Individuums überfordert waren. Ereignisse, die generell Traumasymptome auslösen können:

  • Unfälle, medizinische Behandlungen, operative Eingriffe, Abtreibungen
  • Gewalterfahrungen als Opfer/Zeuge, Überfälle, Misshandlungen, sexueller Missbrauch, Vergewaltigung, psychische Gewalt durch Bestrafungsrituale, Demütigung, Abwertung, seelischer Missbrauch
  • Verlust einer nahe stehenden Person durch Tod, Trennung
  • Naturkatastrophen, Krieg, Folter, Verlust der Heimat, Vertriebenenschicksal, politische Verfolgung

Ob jemand traumatisiert wird oder nicht, hängt jedoch von den persönlichen Vorbedingungen, den individuellen Bewältigungsstrategien (Resilienzforschung) und der neuroplastischen Potenz des Gehirns (Konstruktion der Wirklichkeit) ab.

Wie entstehen Traumasymptome ?

Werden wir von einem Ereignis überrascht, wie beispielsweise bei einem Verkehrsunfall, verlieren wir die Fähigkeit, die Gefahr rechtzeitig zu erkennen (Orientierungsreflex) und angemessen zu reagieren (Schutzreflex). Das Erstarren führt dazu, daß die enorme mobilisierte Energie von einer Sekunde auf die andere eingefroren und im Körper gespeichert bleibt, ohne daß sie umgesetzt oder entladen wird. Dies bildet die energetische Grundlage für psychosomatische Symptome. Es entstehen somatische Symptome wie Erregung, Zittern, Schweißausbrüche, Überaktivität, Lethargie, Gefühl tiefer Hilflosigkeit, Schlafstörungen, Störungen in der Raum- und Zeitwahrnehmung bis hin zum Gefühl nicht im Körper zu sein.

Psychische Reaktionen auf traumatische Erlebnisse können längere Zeit, d.h. Monate oder gar Jahre, andauern. Dies ist vor allem dann zu erwarten, wenn besonders schwerwiegende körperliche oder seelische Verletzungen erlitten wurden. Das therapeutische Ziel einer Traumatherapie besteht nicht primär in der Korrektur pathogener Phantasien, sondern zunächst im Wiederherstellen der Kontrolle über sich verselbständigende Erlebnisphänomene, wie etwa intrusive Erinnerungen vom traumatischen Geschehen.

Die wichtigsten diagnostischen Kriterien für „posttraumatische Belastungsstörungen“ sind:

  • Einbrüche von Trauma-Material in den Alltag (Intrusionen),
  • Vermeidung (Avoidance) und
  • Übererregung (Hyperarousal).

Was ist ein Trauma?

Was andere sagen

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"We enable people to perceive and positively alter the destructive, unconscious interpersonal actions that arise in stressed or traumatized groups." Eric Wolterstorff, Begründer von Shifting Culture (USA) und TraumaSomatics Trainer

“Ein Trauma hat weniger mit der bewussten Erinnerung zu tun als mit der Unfähigkeit, den Körper zu beruhigen.“
Bessel van der Kolk

„Trauma ist ein biologischer Ablauf mit wenig psychodynamischer Veränderungsmöglichkeit.“
Ulrich Sachse

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